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Golden Award für gartist.ch an der Giardina 2026

Wir freuen uns riesig: Unser Ideengarten «In un piccolo paese affacciato sul mare» wurde an der Giardina 2026 mit dem Golden Award in der Kategorie «Best of Ideengarten» ausgezeichnet. Im Schatten einer grossen Föhre entstand ein geheimer Rückzugsort, inspiriert von der mediterranen Gartenkultur – mit Natursteinmauer, gemütlicher Sitzbank und einem ausgehöhlten Steintrog als Wasserstelle.

Ein herzliches Dankeschön an unser ganzes Team für die grossartige Arbeit und an alle Besucherinnen und Besucher für die vielen wertschätzenden Begegnungen und ermutigenden Worte. 🌿✨

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Was es beim Gartenunterhalt zu beachten gibt

Blume vor Steinwand

Was es beim Gartenunterhalt zu beachten gibt

Beim Gartenunterhalt muss man sich bewusst sein, dass man etwas lebendiges pflegt. Anders als das Wohnzimmer, welches mit dem einen oder anderen Einkauf angepasst wird, ist ein Garten in ständiger Veränderung. Ein Garten ist dynamisch und verändert sich von Tag zu Tag je nach Wetter, Jahresverlauf oder Jahreszeit entsprechend den natürlichen Gegebenheiten untergeordnet.

Schönes Beet wegen gutem Gartenunterhalt

Weshalb Gartenunterhalt wichtig ist

Gartenunterhalt betreiben  wir aus denselben Gründen wie im Wohnzimmer. Man will sich darin wohlfühlen. Dazu braucht es eine gewisse Ordnung und Sauberkeit.

Im Bewusstsein dessen, das der Garten etwas lebendiges ist, wird schnell klar dass der Pflegeaufwand für einen perfekten, klinisch sauberen Garten viel höher ist als für einen Wildwuchsgarten. Als Gartist sind wir der Ansicht, dass das Optimum dazwischen liegt. Es braucht eine gewisse Toleranz zum lebendigen.

Natursteine oder auch Betonsteine bekommen mit der Zeit eine Patina, eine dunkle Färbung wie wir dies von alten Holzfassaden an Bauernhäusern kennen. Einige Stauden werden imposanter als angenommen, andere ziehen sich eher zurück.

Im Rasen wachsen irgendwann Stiefmütterchen. Anstatt sich an etwas zu stören das nicht zu ändern ist, ist es viel einfacher sich daran zu erfreuen.

Alte Schlossgärten, Parkanlagen, Ruinen oder imposante alte Villen sind Anziehungspunkte für uns Menschen. Der Prozess der natürlichen Alterung, ist die Dynamik die diese Orte ausmacht.

Eine gute Harmonie ist beim Gartenunterhalt um was es eigentlich geht. Ein Garten braucht zwingend eine Ordnung und Sauberkeit. Man sollte sich aber nicht darin verlieren, einen Garten wie ein Wohnzimmer zu reinigen. Viel eher sollte man sich anstelle Putzaufwand die Zeit nehmen den Garten zu entdecken und erleben, die Natur zu beobachten, sich an der Veränderung zu erfreuen und daran zu lernen. Der Garten ist das vielseitigste Produkt in der heutigen Zeit und tut dem Menschen gut.

Die Grundlagen der Gartenpflege

Steintisch neben Bäumen und einem kleinen Beet

Ein Bericht über die Grundlagen der Gartenpflege

Gartenpflege bedeutet im entfernten Sinne, ein durch Menschen geschaffener natürlicher Ort so zu unterhalten, dass er für den Benutzer optisch ansprechend und praktisch zu nutzen ist.

Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut. Die ganze Natur überhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln; und es gibt überall keine Regellosigkeit. – Immanuel Kant.

Die Natur gleicht sich immer selbst aus – eine Staude muss nicht im Herbst zurückgeschnitten werden, dass Sie im Frühling wieder austreibt, das macht Sie so oder so. Man fragt sich vielleicht eher: will ich die Staude über den Winter stehen lassen um einen Winterschmuck oder auch für die Nützlinge einen Unterschlupf zu haben?

Bei einigen Pflanzen beantwortet sich die Frage von selber, wenn man aus dem Blickwinkel „der Garten soll immer gepflegt ausschauen“ betrachtet. Einige Stauden, wie zum Beispiel Kerzenknöterich (Persicaria amplexicaulis „Speziosa“) zerfallen im Winter und sehen unschön aus.

Die Ästhetik der Gartenpflege

Aus ästhetischen Gründen muss diese Staude im Herbst geschnitten werden. Damit auch die Nützlinge einen Unterschlupf im Winter haben, empfehlen wir ca. 50 % der Pflanze mit der Gartenschere fein zu zerschneiden und am Boden liegen zu lassen. Dies dient nicht nur den Nützlingen, sondern auch dem Bodenschutz, dem Lufthaushalt, und vor allem einem natürlichem Dünger für das kommende Jahr.

Dann gibt es Stauden, wir zum Beispiel Sommerastern (aster divaricatus) welche im Winter einen wunderschönen Fruchtschmuck darstellen. Solche Pflanzen lässt man gezielt stehen und schneidet Sie erst im Frühling zurück, die 50 % liegenlassen bleiben nach dem Rückschnitt gleich.

Der offensichtliche Grund der Gartenpflege ist meistens das optische Erscheinungsbild. Nicht vergessen darf man dabei, dass Pflanzen in einem natürlichen Kreislauf, in einem Ökosystem leben. Damit, dass Nützlinge gefördert werden, Schnittgut am Boden liegen bleibt wird das Ökosystem gefördert und somit gepflegt. Wird das Ökosystem gepflegt, wird der Gartengepflegt. Und weil der Garten und die Pflanzen darin ein Ökosystem sind, bleibt der Garten gesund, blühfreudig, üppig und für das Auge schön.